Schmuck ist nicht gleich Schmuck

Um eines gleich vorweg zu nehmen: nein, es wird einem nicht einfach gemacht, einen Überblick zum Thema Schmuck zu bekommen. Es gibt sehr, sehr viele Schmuckhersteller auf der Welt und noch viel mehr Händler. Schmuck unterscheidet sich in so vielen Eigenschaften, dass es manchmal schwierig ist einzuschätzen, ob der Preis gerechtfertigt ist oder nicht.

Hier ein paar Parameter, die Dir Orientierung geben, um welche Art von Schmuck es sich handelt:

1. Das Material: 925er Sterlingsilber sollte Dein Anspruch sein, wenn es um modischen Schmuck geht. Kein Messing. Kein Kufper & Zink. Oder eine andere Art von Gemisch. Wenn die Angabe des Herstellers oder Händlers ungenau ist, heißt es oft nichts Gutes. Denn 925er Sterlingsilber gilt als Edelmetall, insbesondere, wenn es zusätzlich rhodiniert ist, damit es nicht anläuft.

2. Die Vergoldung: die Farbe "Gold" ist seit Jahren die bevorzugte Wahl von Frauen bei Schmuck. D.h. der Silberschmuck wird in ein Goldbad getaucht, damit es die Farbe Gold erhält. Die sogenannte "Goldplattierung" kann in ganz unterschiedlichen Qualitätsstufen erfolgen. Merkmale der Plattierung sind a.) die Karathöhe des Goldes, in das es getaucht wird (14K oder 18K), sowie b.) die "Dicke" des Goldauftrages, welche mit "Mikron" angegeben werden. 3 Mikron gilt als gute Qualität. Vergoldung, die darunter liegen, nennt man umgangssprachlich "Flashvergoldungen". Zu erkennen am hellen Goldton, der keine 4 Wochen hält.

3. Die Edelsteine: der Diamant ist der König unter den Edelsteinen. Ein "Brilliant" ist auch ein Diamant, allerdings ist er anders geschliffen. Die Reinheit & das Gewicht bestimmen den Preis des Diamanten. Im Silberschmuckbereich werden logischerweise keine Diamanten verarbeitet, sondern Zirkoniasteine. Im Gegensatz zum Diamanten, werden sie künstlich hergestellt. Der bekannteste Hersteller von Zirkoniasteinen ist vermutlich SWAROWSKI. Gute Qualität im Silberbereich erkennt man daran, dass die Steine gefasst sind und nicht geklebt. Diese Art der Verarbeitung verhindert, dass Du die Steine nach kurzer Zeit verlierst.  

P.S. 14 Karat definiert man auch als 585 Gold. Das bedeutet, dass der Feingehalt bei 585 von 1000 Teilen beträgt. Bei 18 Karat sind es 750 Feingehalt, gemessen an 1000. 333er Gold (8 Karat) hat eine eher geringe Akzeptanz bei Käufern von Echtschmuck, da der Feingehalt zu gering ist.

Gold wird an Rohstoff-Börsen gehandelt. Die wichtigsten sind in Zürich, Paris und London. In Krisenzeiten erfährt Gold immer eine Aufwertung. Viele Menschen bringen ihren Schmuck zum "Einschmelzen" zum Goldschmied, um sich ein anderes Schmuckstück anfertigen zu lassen oder sie lassen sich den Wert ausbezahlen.

Du siehst: Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Du Dir mal ein echtes Schmuckstück "gönnst". Es ist schließlich eine "Geldanlage" und keine Ausgabe, zwinker.

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